#22 Einleitung: 1. Korintherbrief

Über die christliche Gemeinde in Korinth bietet das Neue Testament das meiste Material. Paulus gründete die Gemeinde um 50 n. Chr. und schrieb diesen Brief vermutlich im Frühjahr 55 n. Chr aus Ephesus. Er geht dabei in einer lockerer Aneinanderreihung von Themen auf einzelne Missstände ein. Besonders problematisch ist die bedrohte Einheit der Gemeinschaft und die angebliche Freiheit im Geist. Paulus gibt auf jede der Problemzonen eine spezielle Antwort aus der Perspektive des Evangeliums. Das macht den Brief so wertvoll: Aus den Antworten des Paulus können wir Ableitungen für die heutige Zeit treffen.

Ein Gedanke zu „#22 Einleitung: 1. Korintherbrief“

  1. Zu den „echten“ Paulusbriefen zahlen der Romerbrief, beide Korintherbriefe, der Galaterbrief, Philipperbrief, erster Thessalonicherbrief und der Brief an Philemon. Als „Deuteropaulinen“ gelten der zweite Thessalonicherbrief, Epheserbrief, beide Briefe an Timotheus und der Brief an Titus. Die paulinische Verfasserschaft des Kolosserbriefes ist umstritten. Die protopaulinischen Briefe sind die fruhesten Schriften des Neuen Testaments. Oftmals ordnet man die Briefe in Kategorien ein. Die „Gefangenschaftsbriefe“ wurden nach den Angaben in den Briefen des Paulus aus dem Gefangnis geschrieben. Die drei sogenannten Pastoralbriefe geben Antworten auf Leitungs- und Gemeindefragen. Inhaltlich befassen sich die Paulusbriefe mit theologischen Fragen, mit den Zustanden in den Gemeinden, mit ethischen Fragen, mit inhaltlichen Differenzen der ersten christlichen Gruppen und mit der Abwehr von Irrlehren.

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