Energie im Haus | Von Anbetung und Gebet (2Chronik 5)

Tobias • 4 Februar 2020
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https://zellgemeinde-bremen.de/podcast/predigten/2020/02/04/energie-im-haus-von-anbetung-und-gebet-2chronik-5/

 

Bibeltext:

2Chronik 5

1 Schließlich waren alle Arbeiten für das Haus Jahwes vollendet. Da brachte Salomo die Gaben, die sein Vater David Gott geweiht hatte, in die Schatzkammern des Gotteshauses: das Silber, das Gold und all die wertvollen Gegenstände. 2 Dann ließ Salomo die Ältesten von Israel, die Oberhäupter der Stämme und die Fürsten der Sippen Israels nach Jerusalem kommen. Sie sollten die Bundeslade Jahwes aus der Davidsstadt Zion in den Tempel hinaufbringen. 3 Am Laubhüttenfest, das im Oktober stattfindet, versammelten sich alle Männer Israels beim König. 4 In Gegenwart der Ältesten Israels nahmen die Leviten die Lade 5 und trugen sie zum Tempel hinauf. Auch das Offenbarungszelt und die heiligen Gegenstände, die im Zelt waren, wurden von den Priestern und Leviten hinaufgebracht. 6 König Salomo und die ganze Gemeinschaft Israels, die sich bei ihm vor der Lade eingefunden hatte, opferten eine unzählbare Menge von Schafen und Rindern. 7 Dann brachten die Priester die Bundeslade Jahwes an ihren Platz im hintersten Raum des Hauses, dem Höchstheiligen, unter die Flügel der Cherubim. 8 Die Cherubim hielten ihre Flügel nämlich über dem Platz der Lade ausgebreitet und überspannten damit die Lade und ihre Tragestangen. 9 Die Stangen waren so lang, dass man ihre Enden vom Heiligtum aus nur sehen konnte, wenn man direkt vor dem hinteren Raum stand. Sonst waren sie vom Heiligtum aus nicht zu sehen. Die Lade befindet sich noch heute dort. 10 In der Lade waren nur die beiden Tafeln, die Mose am Horeb hineingelegt hatte, als Jahwe den Bund mit den Israeliten bei deren Auszug aus Ägypten schloss. 11 Dann zogen die Priester aus dem Heiligtum aus. Alle anwesenden Priester hatten sich geheiligt, unabhängig davon, ob sie Dienst hatten oder nicht. 12 Und alle anwesenden Tempelsänger, die Leviten Asaf, Heman und Jedutun mit allen ihren Söhnen und Brüdern, waren in feines weißes Leinen gekleidet und standen mit ihren Zimbeln, Harfen und Zithern an der Ostseite des Altars. Neben ihnen standen etwa 120 Priester mit Trompeten. 13 Als die Trompeter und die Sänger einstimmig begannen, Jahwe zu loben und zu preisen, als der gemeinsame Klang von Trompeten, Zimbeln und den anderen Instrumenten beim Lob Jahwes erklang – "Denn er ist gütig und seine Güte hört niemals auf!" –, da wurde das ganze Haus, das Haus Jahwes, mit einer Wolke erfüllt. 14 Und die Priester konnten wegen der Wolke nicht hingehen, um ihren Dienst zu tun, weil die Herrlichkeit Jahwes das Haus Gottes erfüllte.

1Korinther 3

16 Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?

1Korinther 6

19 Wisst ihr denn nicht, dass euer Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott bekommen habt?

 

Predigt:

1) Wir dürfen (in) ein(em) Raum sein, in dem sich Gottes Energie zeigt

Ein Gebäude wird eingeweiht. Die MusikerInnen stehen bereit. Chorgesang erschallt. Gott wird gelobt. Denn seine Güte hört niemals auf. Präsenz ist da. Energie und Leben erfüllen den Raum. Eine Wolke, die Herrlichkeit Gottes - wie die neu entdeckten Polarlichter namens Dune - leuchtet so stark, dass die Leute aus dem Gebäude müssen. Sie können ihren Dienst nicht weiter verfolgen. Dieser besondere Moment in der Geschichte Israels bei der Tempeleinweihung von Salomo, kann als Muster der Gottesbegegnung gesehen werden. 

Wir beten Gott nicht herbei, oder müssen erst eine Stimmung erreichen, damit er sich zeigt und sichtbar erweist in unserem Leben oder in einer Gemeinschaft. Denn Gott ist bereits präsent in seiner Schöpfung, im Leben und Bewusstsein der Menschen. Doch die Frage, um die es hier geht, ist, wie sich die göttliche Energie in unserem Miteinander und im eigenen Gebetsleben zeigt. 

Gebet und Anbetung können dabei eine Schlüsselrolle einnehmen. Durch sie werden WIR präsent gegenüber Gott. Doch manchmal fühlt sich das nicht so an. Gebet kann sich leer und schwer anfühlen. Manche Menschen haben den Eindruck Gott generell nicht zu begegnen, und zum Teil erst recht nicht in einem Gottesdienst. Das ist sehr schade und nicht leicht mal eben den Schalter umzulegen. Doch wir können anfangen "Danke für..." zu sagen, wenn wir über Erfahrungen unseres Tages nachdenken. Auch wenn es knifflige Erfahrungen sind, gibt es meistens Elemente darin, für die wir danken können. Oder wir sind still, atmen bewusst und beten das Jesus-Gebet. Oder wir gehen irgendwo hin und sagen "Mit dir..." vor uns hin. Seine Energie, seine Präsenz und sein Leben erfüllen und transformieren uns. 

2) Musik und Gesang zur Ehre Gottes dienen als Energie - „Vehikel“

In der Chronik-Geschichte ist die Schönheit des Klangs von Gesang und Musik unüberhörbar. Er ist wie ein Instrument, ein Mittel, ein "Fahrzeug" für Gottes Herrlichkeit. Es ist gut, wenn wir uns Zeit nehmen Gott zuzuhören, ihn anzubeten, laut oder mit sanftem Saitenspiel. Danke, wenn du deine musikalischen Begabungen einsetzt um anderen in der Zellgruppe oder in anderen Zusammenhängen damit zu dienen! Danke, wenn du dir Zeit nimmst mit Musik und Liedern Menschen zu ermutigen, aufzurichten und etwas von der Schönheit des Schöpfers hörbar zu machen! 

3) Es ist gut in kreativer Spannung zwischen dem Aktivisten und Kontemplativen zu leben

Es gibt verschiedene Wege der Kommunikation mit Gott: Über die Natur, im Lobpreis, der Musik, im Schweigen, in der Begegnung mit Menschen oder im Engagement für eine bessere Welt. In der Chronik-Geschichte hüpfte das Herz der "Aktivisten" höher, da die Tora, das Gesetz Gottes in den Tempel einzog. Die Grundlage für eine gerechte Gesellschaft, in der nicht der Mächtige, Reiche oder der Dominante das Sagen hat, sondern selbst SklavInnen und Tieren Rechte zugestanden werden. Und das Herz des geistlichen Menschen, des Kontemplativen, hüpfte ebenso hoch, weil Gesang, Anbetung und Gebet den ganzen Raum erfüllte. 

Man kann von zwei schwerpunktmäßigen "geistlichen Typen" sprechen. Und es ist gut, wenn wir wahrnehmen welcher Typ am besten zu uns passt. Und es ist noch besser, wenn wir wahrnehmen, welche Typen es noch um uns herum gibt und wie wir voneinander lernen können. So erweist sich Gottes Gegenwärtigkeit und Energie in unserer Gemeinschaft.  

 

Anwendung / Fragen:

  • Wie erweist sich Gottes Energie, Präsenz und Leben in deinem Gebetsleben? Wo und wie hast du Gottes Gegenwart zuletzt erfahren? Wie erlebst du das in der Zellgruppe?
  • Bei wem könntest du dich für den Einsatz der musikalischen Begabung in dieser Woche (per WhatsApp o.ä.) bedanken? Just do it :).
  • Wie erlebst du in deinem Leben die kreative Spannung zwischen Tun und Hören, bzw. zwischen dem Aktivisten und dem Kontemplativen? Wo liegt bei dir zur Zeit der Schwerpunkt: Auf der Pflege deines inneren Lebens mit Gott oder auf dem aktiven Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden? Wie kannst du von den anderen in der Gruppe dabei lernen?
  • Wie bist du von anderen geistlichen Stilen inspiriert worden oder hast andere Menschen durch deinen Stil inspiriert?
  • Suche Gott und erwarte seine Energie und Präsenz, wenn du für dich bist und betest, und wenn wir als Gemeinschaft in diesem Jahr neue Räumlichkeiten beziehen.

 

Links Polarlichter "Dune":

https://www.youtube.com/watch?v=a8uPSF3essY

https://www.youtube.com/watch?v=Yi3HWVLxx9s