#06 Das Verhältnis von Altem und Neuem Testament

Für die Auslegung der Bibel und das christliche Selbstverständnis ist es die Frage aller Fragen: Wie wird das Alte Testament im Neuen aufgegriffen und wie deutet das Neue das Alte um? Im Laufe der Kirchengeschichte haben sich sechs Zuordnungsmuster herausgebildet und überlagert: (1) Völlige Verneinung, (2) Christliche Vereinnahmung, (3) Kontrastreiche Gegenüberstellung, (4) Höhere Entwicklungsstufe, (5) Doppelte Sichtweise und (6) Asymmetrische Verschränkung. Es ist wichtig, diese Muster zu kennen, um nicht erneut in Fehlentwicklungen zu verfallen. Nur so lässt sich ein reflektiertes christliches Schriftverständnis ausbilden.

Ein Gedanke zu „#06 Das Verhältnis von Altem und Neuem Testament“

  1. Ich mag den Begriff Testament im Bezug auf Bibelteile nicht. Denn ein Testament kann man ändern. Es gilt nur das letzte Testament.

    Mit den Büchern der Bibel verhält es sich anders. Sie sind alle für mich gleich gültig und bilden eine Einheit. Schon in den Schriften des Bundes mit Israel leuchtet der Bund Gottes mit den Nationen auf. Seit Jahren lese ich im Älteren Teil der Bibel eher lieber als in den neueren Schriften. Ich finde es peinlich, dass z. B. kaum bekant ist, wo die Antwort Jesu herstammt, als er nach dem höchsten Gebot gefragt wurde. Du sollst Gott lieben… ist das Glaubensbekenntnis der Juden (des Höre Israel) und wird mehrfach in den Büchern Mose erwähnt.

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