Warum bin ich Christ?

Tobias • 31 August 2020

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https://www.youtube.com/watch?v=WfRrfL38kC4

 

anhören:

https://zellgemeinde-bremen.de/podcast/predigten/2020/09/01/warum-bin-i…

 

Predigttexte: 

Galater 2,20

„Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir.“ 

Matthäus 22
37 Jesus antwortete: ",Liebe den Herrn, deinen Gott, von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit deinem ganzen Verstand!' 38 Das ist das erste und wichtigste Gebot. 39 Das zweite ist ebenso wichtig: 'Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!’
Matthäus 28
19 Darum geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern.

1Johannes 4
20 Wenn jemand sagt: "Ich liebe Gott!", aber seinen Bruder oder seine Schwester hasst, ist er ein Lügner. Denn wer seine Geschwister nicht liebt, die er ja sieht, wie kann er da Gott lieben, den er nie gesehen hat? 21 Denkt an das Gebot, das Gott uns gegeben hat: Wer Gott liebt, soll auch seine Geschwister lieben.

 

zur Predigt:

"Warum bin ich Christ?" - eine simple Frage mit einer nicht ganz so simplen Antwort. Die Frage Warum? ist elementar und nach Simon Sinek´s Bestseller "Frage immer erst Warum" eine gute Übung. Hier geht es nicht darum zu problematisieren was ein*e Christ*in ist. Es geht auch nicht um Christ-sein als ein Glaubenssatz, sondern um den Bezug zum täglichen Leben und die persönliche Motivation.

Die Frage kann unterteilt werden in "Warum bist du Christ*in geworden?" und "Warum bleibst du Christ*in?".

Manche Menschen geben an den christlichen Glauben angenommen zu haben als 

  • eine Art Ticket für später, Himmel oder Angst vor dem Verlorengehen 
  • einen Weg heraus aus einer Krise oder als Antwort auf Lebensfragen, die Bibel wird als eine Anleitung fürs Leben betrachtet
  • eine für sich selbst bedeutsame Wahrheit, die man entdeckt hat, z.B. durch eine überzeugende Präsentation des christlichen Glaubens 

Welche weiteren Antworten sind dir im Laufe der Zeit begegnet?

Meine eigene Antwort ist eine dreifache:

Jesus

Die Person Jesus Christus - von ihr komme ich nicht los. Jesus von Nazareth als Person, sein Leben, sein Kreuz und er als Gegenwärtiger Auferstandener bleibt ein Hauptgrund für mich. Um ihn kreist sich alles. In ihm habe ich eine Beziehung gefunden, die nie vergeht. Ich weiß mich zutiefst gemocht, mir ist vergeben und ich bin angenommen. Die mystische Einheit mit ihm, Christus in mir, eine innere Präsenz ist wegweisend für mich. Ohne sie wäre mein Leben schal und hohl. Jesus fasziniert mich.

Lebenssinn

Ein zweites ganz großes Thema bei mir ist die Frage nach dem Lebenssinn. Nach dem Motto: Ich habe ein Leben, aber was mach ich damit? Ich glaube, die Dinge haben eine spirituelle Seite, eine Tiefe, und es ist gut ihr Aufmerksamkeit zu schenken und das Leben mit ihr in Einklang zu führen. Und es gibt die sehr schöne Aufgabe für mich, Gott und Mitmenschen zu lieben, sowie Gott zu kennen und bekannt zu machen (Mt 22 und 28). Durch den christlichen Glauben habe ich eine Hoffnung gefunden, die Inspiration, das Wissen: Eine bessere, gerechtere und friedfertige Welt ist möglich. Da mach ich super gerne mit. Ich finde es großartig eine Lebenstiefe und Sinn geschenkt bekommen zu haben im Gegensatz zu einer Flachheit und Stumpfsinnigkeit, die mein Leben sonst mehr prägen würde.

Gemeinschaft

Der dritte Grund ist Gemeinschaft. Ich darf Teil einer globalen Family oder eines Netzwerks von Freunden sein. Die weltweite Jesus-Gemeinschaft ist für mich sehr kostbar, auch wenn Christ*innen und Gemeinden manchmal sehr anstrengend sein können. Gegenseitige Unterstützung, Inspiration und Ermutigung habe ich schon oft durch Gemeinde erfahren. Im Moment verwandelt sich Gemeinde und Kirch an vielen Stellen gerade. Wie genau sie in Zukunft aussehen wird, weiß ich nicht, aber die Gemeinschaft von Jesus-LIebhaber*innen ist unglaublich kostbar und bleibend.

 

Fragen:

  • Wie würdest du die Frage beantworten? Was hält dich dabei?
  • Warum bist du Christ*in geworden?
  • Warum bleibst du es?
  • Haben sich die Antworten geändert?
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