Sau müde

Andreas Petry • 25 März 2018
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https://zellgemeinde-bremen.de/podcast/predigten/2018/03/26/sau-muede-die-juenger-pennen-ein/

Wo stehen die Jünger?

Gerade noch ziehen die Jünger mit Jesus nach Jerusalem ein und laufen zwischen den begeisterten Menschen hindurch, die ihre Kleidung und Palmzweige auf den Weg legen und rufen: 

„Gepriesen sei Gott! Gesegnet sei er, der im Namen des Herrn kommt! Gesegnet sei das Reich unseres Vaters David, das nun kommt! Gepriesen sei Gott in der Höhe!“ Mk 11,9

Die Jünger wissen, dass sich etwas ändert und auch, dass diese Begeisterung der Menschen schnell umschlagen kann. Sie haben Jesu Ankündigungen noch deutlich im Ohr: 

„Wir gehen jetzt nach Jerusalem hinauf ... Dort wird der Menschensohn in die Gewalt der führenden Priester und Schriftgelehrten gegeben.“ Mk 10,33

Doch was bedeutet das nun? Was kommt da auf sie zu? Sie sind nach all diesem Hin und Her einfach müde und erschöpft, ihnen fehlt der Durchblick. Sie sind mit Blick auf die Zukunft hin- und hergerissen zwischen Euphorie und Sorge. 

 

Bleibt wach und betet mit mir!

Jesus bittet Petrus, Jakobus und Johannes, als seine engsten Vertrauten im Jüngerkreis, um ihren Beistand und ihre Begleitung. Er fordert sie auf mit ihm zu beten, auch um sich selbst vorzubereitet auf das was kommt. Er hatte ihnen angekündigt, dass sie auseinanderlaufen werden, ihr Vertrauen ins Wanken kommt und sie sich von ihm abwenden werden: 

„Heute Nacht werdet ihr euch alle von mir abwenden...“ Mt 26,31

Jesus nutzt immer wieder das Gebet als Kraft- und Sortierungsquelle. In der Zurückgezogenheit des Gebets bekommt er die Klarheit seinen Weg weiterzugehen. 

 

Kämpfen und entdecken

Bei den Jüngern hat die Erschöpfung und die Müdigkeit in dieser Situation in Mt 26 gesiegt. Die Aufforderung Jesu „Bleibt wach und betet“ gehört offensichtlich zum Gebet dazu. Einschlafen beim Beten und einschlafendes Gebetsleben sind ein immer wieder auftauchendes Übungsfeld.  

Jesus möchte an uns dranbleiben und er möchte uns immer wieder für das Gebet wecken. 

Erkennen wir den Sinn und Dimension des Gebets für unser Leben?

Gerade wenn sich Erschöpfung, Sorgen, Ängste und Unsicherheit breit machen, fordert uns Jesus auf am Gebet dranzubleiben. An dieser Verbindung zu ihm.

Eine neue Dimension des Gebets beginnt mit der Erfüllung durch den Heiligen Geist. Dieser Beistand und Begleiter den Jesus seinen Nachfolgern schickt, zeigt neue Kommunikationskanäle mit dem Auferstandenen auf. 

In 1.Kor 14,1-5 beschreibt Paulus ein Beten in "von Gott eingegebenen Sprachen“, um Worte zu formen die direkt an ihn gerichtet sind. Es kann dir als eine Ergänzung (1.Kor 14,15) dienen, um deinem Gebetsleben eine neue Wachheit zu geben. Die Botschaft darin ist auch, dass nicht alles aus dir und deiner Kraft gestaltet werden muss, sondern der HG deine Kraft zum Gebet sein möchte. 

 

Gesprächsanregungen:

Erschüttert dich das Bild des verzweifelten, ängstlichen und kämpfenden Jesus?

Wie läuft dein Gebetsleben gerade in Zeiten der Sorgen, des Angriffs und der Erschöpfung?

Welche Erfahrungen hast du mit dem Sprachengebet gemacht? 

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